FABIA | Die nervigsten Instagram-Klischees|How to be basic on Instagram
Nervige Instagram-Klischees: Wer kennt sie nicht? Für den heutigen Blogpost habe ich meine Favoriten gesammelt und zeige dir in wenigen Schritten wie du auf Instagram den maximalen Basic-Bitch-Faktor erreichen kannst.
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03 Mrz Die nervigsten Instagram-Klischees|How to be basic on Instagram

Kleiner Disclaimer vorweg: Wer null Humor hat oder sich grundsätzlich gerne von allem angegriffen fühlt, liest bitte nicht weiter. Denjenigen, die einer Portion Selbstironie nicht abgeneigt sind, geht es vielleicht wie mir: In manchen Dingen erkennt man sich selbst wieder, vielleicht sogar mehr als einem lieb wäre…gleichzeitig kann man sich aber mit einer gewissen Erleichterung damit beruhigen, dass es auch immer noch schlimmer geht. Soweit es Instagram betrifft, steckt in fast jedem von uns ein bisschen Basic Bitch – die Frage ist nur, wieviel?

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Klischee-Bildchen, Caption-Fails, unaufrichtige Komplimente – alles was man für ein bisschen Entertainment braucht, nur ein paar Taps auf dem Smartphone entfernt. Hier ist meine kleine Auswahl an typischen Instagram-Phänomenen, die einem so richtig auf den Keks gehen können.

 

1. Immer gern genommen: Die unglaublich tiefgründigen, philosophischen Zitate, die sich perfekt dazu eignen, um die Abwesenheit eigener, origineller Gedanken zu verschleiern. Quasi die Nerd-Brille in Schriftform. Wer es etwas zeitgenössischer mag, greift auf Autoren wie Paulo Coelho zurück oder entscheidet sich für ein R.M. Drake-Quote (nicht zu verwechseln mit dem Rapper Drake). Auch ein hervorragendes Mittel um borderline-sexy Bilder zu entschärfen. Man will zeigen, was man hat, aber auf keinen Fall billig wirken? The deep quote is the way to go.

 

2. Leute, die Sinn und Zweck eines Hashtags nicht begriffen haben und uns deswegen mit solchen Schätzen beglücken: #party #with #my #girls #last #night #we #had #so #much #fun etc.pp. Wer das Ganze richtig next level aufziehen will, würzt die englischen Tags noch mit ein paar dezenten Fehlern: #life #your #life – ähh, okay sure^^

 

3. Überhaupt, englisch: Leute, die nicht in der Lage sind, einen korrekten Satz zu formulieren, aber trotzdem total cool wirken wollen, werfen bitte unbedingt mit Begriffen wie „slay“, „on fleek“ oder „lit“ um sich – wer es nicht besser weiß, müsste vermuten, diese Menschen seien im tiefsten Ghetto groß geworden oder Herausgeber des Urban Dictionary. Eine Zeitform konsequent durchhalten oder auch nur das Verb vom Substantiv unterscheiden können? Fehlanzeige.

 

4. Die Instagram-Wannabe-Business-Crowd. Der Account solcher Leute besteht ausschließlich aus motivational quotes und sie finden todsicher deine „Ausstrahlung“ total toll und wollen dich deshalb ihrem „Netzwerk“ vorstellen. Wenn sie nicht gerade „hustlen“, dann huldigen sie Gary Vaynerchuk und anderen Ikonen ihres Bereichs. Unverkennbar sind sie durch die Bezeichnung „Entrepreneur“ in ihrer Bio.

 

5. Dieses vorwiegend männliche Phänomen findet sein Gegenstück in der Frauenwelt, nämlich im #girlboss. Sie haben zwar keine Angestellten, feiern sich aber hart dafür, eine Frau zu sein und Dinge zu tun. Was genau, ist dabei nicht so wichtig, deswegen werden meistens  Nahrungsergänzungmittel und Fitness-Shakes vertickt – erstens ist das superindividuell und zweitens bleibt dabei genügend Zeit, um sich und andere zu verarschen. Kriegt endlich euren #summerbody fertig, damit dieses Elend mal ein Ende hat.

 

6. Speaking of fitness: Man hat online irgendeinen dubiosen Trainer-Schein gemacht und ist jetzt bestens qualifiziert, anderen Leuten zu ihrem Traumkörper zu verhelfen. Fundiertes Wissen besitzt man nicht, aber das wird eh überbewertet. Stattdessen jagt eine #challenge die nächste und wenn mal wieder ein 50-Kilo Mädchen im Gym auf sicherlich sehr martialische Art und Weise ihren Oberkörper „zerstört“ hat, wird ihren treuen Followern diese wichtige Information garantiert nicht vorenthalten. On top noch der dezente Hinweis, dass die angesagten Fitness-Essentials (Protein-Pulver, Riegel, Low-Carb-Schnickschnack) beim Lieblings-Onlineshop des #fitgirls zu haben sind. Mit exklusivem Rabattcode, versteht sich. Da es zum guten Ton gehört, nicht nur Cardio zu machen, sondern auch ab und an ein paar Gewichte zu bewegen, ist es absolut essentiell, ausnahmslos jeden Post mit #girlswholift zu taggen. Auch (oder besonders?) dann, wenn bloß die Katze oder das Avocado-Sandwich drauf sind.

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7. Aber auch die Fashion-Mädels können ein piece of work sein. Hier ist es wichtig, nach den unterschiedlichen Prototypen zu differenzieren. So gibt es zum einen das typische white-girl: Parka mit Fellkapuze, Skinny-Jeans, Ugg Boots und die obligatorische Louis-Vuitton-Handtasche gehören hier zum Standardprogramm. Abgerundet wird dieses Ensemble so oft wie möglich mit einem Starbucks-Getränk. Modische Experimente sieht man bei ihnen eher selten, man bleibt sich eben gerne treu. Nicht so die Trendhure Fashion-Bloggerin: Binnen eines Wimpernschlags wechselt sie mühelos von casual mit einem Hauch von edgy über mädchenhaft-elegant bis zu exzentrischen High-Fashion-Looks.

 

8. Zwei Mädels, die sich zwar null ähnlich sehen, aber gaaanz zufällig das gleiche Outfit tragen? #twinning for sure – jeder glaubt euch, dass das Ganze völlig ungeplant war^^

 

9.  Tauchen die Fashion-Girls im Rudel auf, kann man sich darauf verlassen, spätestens in den Kommentaren mit #girlsquad und der gesteigerten Form #squadgoals konfrontiert zu werden.

 

10. #goals kann überhaupt so ziemlich alles sein. Zwar läuft es in den seltensten Fällen auf spießige Dinge wie einen guten Abschluss, Ambitionen oder Charakter hinaus – aber eine sinnlose Ansammlung von pastellfarbenem Plunder (am besten auf einem Bettlaken fotografiert) und ähnliche Arrangements sind dem geneigten Follower durchaus mal diesen kaum überstrapazierten Hashtag wert.

 

11. Die Follower und ihre Likes und Kommentare sind für Instagram, was Bitcoins fürs Darknet sind. Deshalb gilt: Je mehr man von ihnen im Schlepptau hat, desto besser. Dass mindestens 90% der Interaktion nur darauf abzielt, den eigenen Account nach vorne zu bringen? Who cares.

 

12. Leute, die ihr Bild mit  „no caption needed“ untertiteln – if you really think so maybe just don’t caption that shit, howbow dah?

 

13. In diesem Zusammenhang: Dear Meme Lords – I have nothing bad to say about you guys, please continue what you are doing…your work is bettering other people’s lives (or at least mine).

 

14. Das Car-Selfie. Wow, you’re in a car AND taking a selfie – your parents must be so proud.

 

15. Ich mag Instagram. Ehrlich. Diese App ist zwar schon per definitionem eine Brutstätte des gepflegten Narzissmus, aber hey: Wie sollen die Leute sonst erfahren, was man heute gegessen oder angezogen hat oder das tatsächlich die Sonne aufgegangen ist? #morningglory

 

Diese Liste ließe sich vermutlich endlos fortsetzen, aber ich will heute noch ein bisschen offline leben und belasse es dabei. Was sind eure absoluten Highlights in Sachen Instagram Klischees?

 

Bilder: Peter Müller 

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